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Pressemitteilung vom 27.05.2017

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Der VW-Skandal aus der Sicht des Autokäufers

 

In einer offiziellen Stellungnahme von VW am 20.09.2015 hat der Konzern bekanntgegeben, dass Millionen Diesel Fahrzeuge des VW-Konzerns (VW, Audi, Seat, Skoda) mit einer Software ausgestattet wurden, mit deren Hilfe die Abgaswerte manipuliert werden.

Von der Abgas-Manipulation betroffen sind weltweit rund 11 Millionen Fahrzeuge (davon ca. 2,8 Mio. Fahrzeuge alleine in Deutschland) mit dem 1,6 und 2,0 Diesel-Motor Typ EA 189 der Baujahre 2008 bis 2014 in Kombination mit verschiedenen Getrieben und ländertypischen Spezifikationen. Möglicherweise ist auch der Diesel Motor mit 1,2 Liter Hubraum betroffen, aber allenfalls in geringer Stückzahl. Diese Motoren wurden nicht nur in Fahrzeugen der Marke VW, sondern auch in den Fahrzeugen der Konzerntöchter Audi, Skoda und Seat verbaut. Betroffen sind nur Motoren mit der Abgasnorm 5. Neuere Fahrzeuge mit der strengeren Abgasnorm 6 sind von der Abgas-Manipulation nicht betroffen.

 

Besitzer von den betroffenen VW-, Audi-, Seat- und Skodamodellen müssen damit rechnen, dass ihr Auto einen geringeren Wert hat durch den Abgasskandal und sie dadurch einen nicht unerheblichen Schaden erleiden werden, auch wenn eine Nachbesserung in der Werkstatt erfolgt. Die Fahrzeuge werden zumindest in den Köpfen der Käufer und des Gebrauchtwagenmarkts mit einem Makel behaftet sein, der sich auch auf den Preis auswirken wird.

 

Welche Modelle sind betroffen?

 

Folgende Modelle mit dem Dieselmotor EA 189 sind von erhöhtem Stickstoff-ausstoß betroffen:

 

Volkswagen

Baujahre: 2008 - 2015

  • VW Amarok (2.0 TDI)
  • VW Beetle (2.0 TDI) (Cabriolet)
  • VW Caddy (1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW CC
  • VW Eos (2.0 TDI)
  • VW Golf VI (GTD, 1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion,1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI) (Variant, Cabriolet, Golf Plus)
  • VW Jetta
  • VW Passat VII (1.6 TDI BlueMotion, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion Technology) (CC, Variant)
  • VW Polo (1.6 TDI, 1.6 TDI Blue Motion Technology, Blue Motion 89 g 1.2 TDI)
  • VW Scirocco (2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW Sharan (2.0 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion)
  • VW Tiguan I (2.0 TDI)
  • VW Touran (1.6 TDI, 2.0 TDI)
  • VW Transporter

Audi

Baujahre: 2009 - 2014

  • Audi A1 (1.6 TDI, 2.0 TDI) (Sportback)
  • Audi A3 (1.6 TDI, 2.0 TDI) (Cabriolet, Sportback)
  • Audi A4 (2.0 TDI) (Cabriolet,Allroad, Avant, Quattro)
  • Audi A5 (2.0 TDI) (Cabriolet. Coupè, Sportback)
  • Audi A6 (2.0 TDI) (Avant)
  • Audi Q3 (2.0 TDI)
  • Audi Q5 (2.0 TDI)
  • Audi TT (2.0 TDI) (Coupè)

Skoda

Baujahre: 2009 - 2014

  • Skoda Fabia (1.6 TDI)
  • Skoda Octavia (1.6 TDI, 1.6 TDI GreenLine, 2.0 TDI) (Combi, Scout)
  • Skoda Rapid (1.6 TDI)
  • Skoda Roomster (1.6 TDI)
  • Skoda Superb (1.6 TDI, 2.0 TDI, 1.6 TDI GreenLine) (Combi)
  • Skoda Yeti (1.6. TDI, 1.6 TDI Greenline, 2.0 TDI) 

Seat

  • Seat Alhambra
  • Seat Altea, Seat Altea XL
  • Seat Exeo (2.0 TDI)
  • Seat Ibiza
  • Seat Leon
  • Seat Toledo (1.6 TDI)

 

Ob Ihr Fahrzeug mit der Manipulations-Software ausgestattet ist, können Sie mit Hilfe Ihrer Fahrzeug-Identifikationsnummer prüfen, die Sie auf Ihrem Fahrzeugschein bzw. Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I finden. Die Fahrzeug-ID-Nummer können Sie auf den Internetseiten der betroffenen Fahrzeughersteller eingeben:

 

Für VW: http://info.volkswagen.de/de/de/home.html?tab=check-own-car

Für Audi: http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/layer/serviceaktion.html

Für Skoda: http://skoda-recallactions.skoda-auto.com/de-de/?s=W&cd=0

Für Seat: http://www.seat.de/ueber-seat/dieselmotoren/fin-nummer.html

 

Sollte die Manipulationssoftware in Ihrem Fahrzeug installiert worden sein, erhalten Sie eine entsprechende Hinweismeldung.

 

 

Welche Rechte haben Käufer?

 

Eins ist sicher: Der VW-Konzern hat die Käufer von VW-, Audi-, Seat-, und Skodamodellen betrogen, indem eine Software aufgespielt wurde, die zur Manipulation der Abgaswerte führt.

 

Gegenüber Händlern können zunächst Nachbesserungsansprüche geltend gemacht werden. Da das Fahrzeug jedoch mangelbehaftet bleibt trotz der Nachbesserung kann der Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt werden. Dies bedeutet, dass die Kunden das Fahrzeug zurückgeben können und ihr Geld zurückerhalten. Dies kann auch durch eine mögliche Anfechtung wegen arglistiger Täuschung erreicht werden.

 

Verbrauchern, die ein von der Abgasmanipulation betroffenes Fahrzeug haben, steht – solange Gewährleistungsansprüche bestehen – das Recht auf Nachlieferung zu. Die Autobesitzer können also die Lieferung eines Neuwagens ohne manipulierte Software einfordern!

 

Gegenüber dem VW-Konzern bestehen ebenfalls Schadensersatz-ansprüche, die darauf gerichtet sind, den Rücktritt vom Vertrag zu erzwingen.

 

 

Was ist zu tun?

 

Mängelgewährleistungsansprüche, die hier neben anderen Ansprüchen eingreifen, unterliegen einer Verjährungsfrist. Auch die Anfechtung unterliegt Fristen. Die Autobesitzer sollten nicht zögern und umgehend rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen, bevor diese Ansprüche endgültig verloren sind.

 

Wegen der von VW versprochenen Nachbesserungsaktion sind sich zahlreiche Autokäufer unsicher, ob sie deswegen noch abwarten sollen. Einerseits wird sich erst nach dem Ende der Nachbesserung zeigen, ob bzw. mit welchen Folgen der Makel der EA 189-Motoren behoben werden kann. Andererseits laufen die Fristen verschiedener Käuferrechte (Gewährleistungsrechte, Garantien) während dessen weiter und in vielen Fällen auch ab. Mit anderen Worten: Die Zeit arbeitet für VW – und gegen die geschädigten Käufer. Unseres Erachtens sollten Käufer jetzt ihre Rechte wahren.

 

Auch wenn der VW-Konzern eine Rückrufaktion angekündigt hat und die betroffenen Fahrzeuge nachbessern möchte, laufen die Verjährungsfristen für die rechtzeitige Geltendmachung von Schadens- und/oder Reparaturansprüchen weiter. Betroffene Fahrzeughalter sollten daher schnell reagieren und ihre Ansprüche rechtzeitig anzeigen und geltend machen.

 

Es ist nicht auszuschließen, dass das Kraftfahrtbundesamt die Betriebserlaubnis für betroffene Fahrzeuge entzieht, wenn eine Nachrüstung aus technischen Gründen nicht möglich ist. In diesem Fall dürften die betroffenen Autos nicht mehr benutzt werden und es ist auch fraglich, ob die Autos in diesem Fall weiterverkauft werden dürfen. Auch wenn eine Nachrüstung möglich sein sollte, steht zu befürchten, dass die Motorleistung dadurch abnimmt und/oder der Verbrauch zunimmt. Denn auch die Reinigung von Abgasen durch Motor und Katalysator benötigt Energie. Auch ist noch unklar, ob sich ein vom Abgas-Skandal betroffenes Auto unproblematisch auf dem Gebrauchtwagenmarkt veräußern lässt. Es steht jedoch zu befürchten, dass der Wiederverkaufswert eines betroffenen VW-Modells drastisch sinken wird. Bereits heute ist die Nachfrage nach VW-Dieselfahrzeugen auf ein historisches Tief eingebrochen. Auswirkungen auch auf die Kfz-Steuer und die Plaketten für Umweltzonen können derzeit nicht ausgeschlossen werden.

 

Ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten für die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts oder die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens übernimmt, prüfen wir für Sie im Einzelfall und führen sodann den erforderlichen Schriftverkehr mit Ihrem Versicherer. Betroffene Autokäufer können bei Bestehen einer Privat- oder Verkehrsrechtsschutzversicherung grundsätzlich mit einer Kostenübernahme rechnen.

 

Für den Fall, dass Ihr Fahrzeug von der VW-Abgas-Affäre betroffen ist, sollten Sie zeitnah handeln, um bestehenden Ansprüche nicht zu riskieren.

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